Das instant Hügelbeet

No-dig-gardening heißt soviel wie nicht-(um)grab-gärtnern und damit ist auch gleich das Wesentlichste gesagt. Man muß nicht graben. Was man tut ist ca. 10cm dicke Schichten von organischem Material wie Stroh, Heu, Laub usw. mit einer ebenso dicken Schicht Erde zu bedecken. Darauf folgt wieder eine Schicht organisches Material und wieder Erde und weil es so fein ist macht man das Ganze nocheinmal. 3 x 3.
Jede der Schichten wird gut gewässert und zu guter Letzt wird das so entstandene Hügelbeet gemulcht.
Wird ein Beet dieser Art auf der Erde gemacht kommt zu unterst eine 2-3 lagige Schicht aus gut gewässertem unbedruckten Karton.
In diesem Beitrag aber will ich darauf hinweisen, daß eine Beetkonstruktion dieser Art auch auf versiegelten Flächen möglich ist und ausgezeichnet funktioniert. Hier im Bild wurde das Beet auf einer alten Betonplatte, einem ehemaligen Mistplatz aufgebaut.

huegelbeet_2

Das selbe Beet ein paar Stunden später 😉
huegelbeet

Die Methode hat gleich mehrere Vorteile:

  1. Der Beton fungiert als Wärmespeicher
  2. es ist äußerst pflegeleicht
  3. die versiegelte Fläche wird „entsiegelt“
  4. es gibt jede Menge zu essen.

Anstatt also versiegelte Flächen rückzubauen um an deren Stelle Beete anzulegen, was schwerste körperliche Arbeit ist und jede Menge Transport bedingt kann das Beet einfach auf der Fläche angelegt werden. Und hat zusätzlich den Vorteil des Wärmespeichers.
Das Wachstum der Pflanzen ist außerordentlich gut!
Die Konstruktion speichert Wasser an sich schon sehr gut und hat zusätzlich noch einen Bewässerungsschlauch eingearbeitet. Die dicke Mulchschicht bewahrt vor Austrocknung und läßt kaum Beikreuter aufkommen. Kommen sie trotzdem sind sie ganz leicht auszureißen und werden dem Mulch hinzugefügt.
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Für Regenwürmer ist ein Beet dieser Art ein Paradies und es haben sich in kürzester Zeit Ohrenschlürfer, diverse Spinnen und Erdkröten eingefunden.
Kurzum: Ein Beet dieser Art ist eine gute Sache!