Bio, das weitergeht, ist systains

Konventionelle Landwirtschaft hat nach ~150 Jahren praktischer Anwendung den Beweis erbracht, daß sie für Mensch und Umwelt eine Katastrophe ist. Will man die Artenvielfalt von Fauna und Flora nachhaltig reduzieren und die eigene Art aussterben lassen ist konventionelle Landwirtschaft das Mittel der Wahl. Das historische Ergebnis biologischer Landwirtschaft wird in etwa gleich sein. Vielleicht eine Idee langsamer.

Weil, vergleichen wir konventionelle und biologische Landwirtschaft finden wir kaum Unterschiede. Der Aufwand an Arbeit ist, da auf die gleiche Art und Weise gewirtschaftet wird, praktisch gleich. Der Einsatz von Maschinen und Energieaufwand ist der selbe. Es gibt keine Bio-Traktoren und gleich in welcher Art Landwirtschaft Diesel verwendet wird, Diesel bleibt Diesel. Pflanzenöl als Treibstoff ist, aufgrund des enormen Bedarfs an Anbauflächen, keine Alternative.

Der augenfälligste Unterschied zwischen den beiden Landwirtschaftsformen, ist das bisserl Weniger an Gift. Biologische Landwirtschaft ist eine Idee weniger giftig. Für die Umwelt, der Vorteil für den Menschen geht in der industriell-biologischen Nahrungsmittelindustrie wieder verloren. Das bedeutet, daß der primäre Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft eine entschleunigte Zerstörung des Ökosystems ist, nicht aber eine Sanierung. Der Innovationsgehalt biologischer Landwirtschaft ist sehr gering.

Ein Nachsatz: Das Wort „konventionell“ bedeutet üblich, althergebracht. Den Begriff für die Landwirtschaft der letzten 150 Jahre zu verwenden ist anmaßende, historische Heuchelei. Auf biologische Landwirtschaft trifft konventionell aber auch nicht zu. Weil: Konventionelle Landwirtschaft ist ökologisch und zeichnet sich durch Kultivieren natürlicher Synergien aus.