HERBSTFEST vom Ein LADEN am 24.10.2014

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Zum 1. Geburtstag des Ein LADENs freuen wir uns auf ein Wiedersehen beim Herbstfest.
Es erwarten Euch: viele neue Dekorationsideen für den Herbst, neue Seidenschals aus indischen Saris, Schlüsselanhänger aus Straußenfedern in den lustigsten Farben, Bijou mit Botschaften, shabby Bilderrahmen und Delikatessen aus Frankreich, Italien und natürlich aus Österreich.
Special Guest vor Ort: Die Pfefferei verkostet ausgewählte Pfeffer- und Salzsorten aus aller Welt!

24.10.2014, 15-22 Uhr
Schwenkgasse 29, 1120 Wien

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Grundofen + Raketenofen = Raketengrundofen: Die Brenneinheit

Creative Commons Lizenzvertrag
Der Raketengrundofen von systains.org ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

 

Erklärung von Funktion und Aufbau der Brenneinheit des Raketengrundofens.
Das Design ist eine Synergie aus alter und ganz alter Ofentechnik nämlich Rocket stove und Grundofen. Wesentlicher Witz des Designs ist die Gewinnung von Wärme durch eine effiziente Nutzung und Verbrennung von Holz.

Brenner, Kühl- / Heizrippen und Hülle sind aus 3mm starken Schwarzblech gefertigt, Das d=15cm Steigrohr ist ein standard 2mm Ofenrohr. Die Ummantelung des Ofenrohres ist 1mm Schwarzblech. Die Neigung des Ofenrohrs ist 10 Grad.
Die Vermiculitteplatten haben eine Stärke von 3cm, die Schamotteplatten sind ebenfalls 3cm stark. Die Stirnplatte und Tür sind aus 4mm gebläuten Schwarzblech gefertigt, die Luftklappe ist 2mm stark.

Ein Gedanken zur Nachhaltigkeit: Mit einem Küchenofen dieser Art kann man mit ein und der selben Energie, während man kocht, backen, Warmwasser erzeugen und das Haus heizen. Bedeutet: Die alte Lösung, verbunden mit den „neuen“ Möglichkeiten aus Zentralheizung und Solarthermie, ist konkurrenzlos effizient.

 

Das Feld

Das Leben von Masanobu Fukuoka hat Emilia Hazelip in ihrem gärtnerischen Tun inspiriert und beiden gemeinsam ist es zu verdanken, daß heuer auf den systains – Latifundien das Leben sprießt und gedeiht.

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht nach allzu viel aussieht grenzt es dennoch an ein Wunder. Weil, das heurige Jahr bescherte Spätfrost, 3 x Hagel, eine recht beeindruckende Überschwemmung und Schneckeninvasionen mit einhergehender anhaltender Trockenheit. Trockenheit die so trocken ist, daß das Gras verbrannte (etwas für das Waldviertel unübliches) und der nackten Erde Risse bescherte das man glauben könnte in Afrika zu sein. Oder im Marchfeld.
Die Umstände summiert ergeben das Wunder.

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Für das erste Jahr ist das Experiment trotzdem ein Erfolg denn: Das Feld nährt bereits mehr als eine Person.

Nackte Erde ist des Wassers Tod
Die Mulchschicht spendet Leben. Trotz der sengenden Hitze blieb die Erde unter der Mulchschicht recht lange feucht, verhärtet ist sie nach wie vor nicht. Und das nach 6 Wochen himmlischer Glut ohne nennenswerten Regen. Das ist sehr beeindruckend zu erleben! Weiters beeindruckt die Fauna des Feldes – beim nächtlichen Schneckenklauben sind sich mondende Regenwürmer, Ohrschlürfer, Erdkröten, Frösche, Grillen und Spinnen zu beobachten. Und zwar in großer Zahl! Es hat sich ein Habitat gebildet, ein erfreulicher Mikrokosmos. Und die Nacktschnecken gaben Anlaß zur Entwicklung meditativer Gleichmut.
Die Wildpflanzen, vulgo Unkraut blieben weitgehend aus, im Vorjahr war um diese Zeit das Feld bereits wieder Wiese und die Jungpflanzen waren den „Kräutleins“ hoffnungslos unterlegen. Heuer ist ein beiläufiges Zupfen ausreichend wodurch das Kraut zeitgleich zum Mulch wird und den Kreislauf festigt. Sichtlich lebt es sich gut auf dem Feld.

Das ist der Zeitpunkt um Emilia, in entzückend spanisch / französischem Englisch, erzählen zu lassen:

Im Unterschied zu Emilias Anleitung wurde die Kartonschicht bis auf die Wege wieder entfernt. Zwar war sie zu Beginn angebracht worden, bewährt aber hat sie sich aber nicht. D.h. bewährt hat sie sich schon: Für die Nacktschnecken. Nachdem dieses Refugium entdeckt und entfernt war konnte die spanische Invasion eingedämmt werden. Ohne den Karton hat nun auch die Direktsaat erfreulich gut zu wachsen begonnen: Karotten, rote Rüben, Borretsch, Ringelblumen, Radieschen … wachsen, daß es eine Freude ist.
Das ist soweit der Status.

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Das Sitzholz…

… oder die Evolution des Sessels.
Es gibt wenig derart geniale Produkte auf dem Markt.
Genial weil es Körper, Geist und Umfeld, mit allem was darin kreucht und fleucht, gut tut. Das Sitzholz selbst ist entweder ein massives Stück Holz oder eine Kostruktion aus selbigem mit den Maßen ~ 24 x 16 x 8 cm.

Wirkung auf den Mensch

Nicht nur, daß das Sitzholz ein schönes Objekt aus Holz ist, mensch kann auch sehr leicht darauf sitzen. Und zwar mit gerader (Brust)Wirbelsäule. Sitzobjekte mit derartiger Wirkung sind äußerst selten.

Wirkung auf das Umfeld

Die dafür verwendete Holzmenge wächst (in Österreich) in 1/325 (einer dreihundertfünfundzwanzigstel!) sec nach d.h. wenn du 325 Stück davon kaufst braucht der österreichische Wald eine (statistische) Sekunde bis die entnommene Holzmenge nachgewachsen ist. Hinzu kommt der Transport vom Wald zum Sägewerk zu Dir. Eine recht unschlagbare Öko-Bilanz! Selbermachen ist naheliegend, natürlich kann man das Sitzholz auch kaufen.