Das Feld

Das Leben von Masanobu Fukuoka hat Emilia Hazelip in ihrem gärtnerischen Tun inspiriert und beiden gemeinsam ist es zu verdanken, daß heuer auf den systains – Latifundien das Leben sprießt und gedeiht.

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht nach allzu viel aussieht grenzt es dennoch an ein Wunder. Weil, das heurige Jahr bescherte Spätfrost, 3 x Hagel, eine recht beeindruckende Überschwemmung und Schneckeninvasionen mit einhergehender anhaltender Trockenheit. Trockenheit die so trocken ist, daß das Gras verbrannte (etwas für das Waldviertel unübliches) und der nackten Erde Risse bescherte das man glauben könnte in Afrika zu sein. Oder im Marchfeld.
Die Umstände summiert ergeben das Wunder.

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Für das erste Jahr ist das Experiment trotzdem ein Erfolg denn: Das Feld nährt bereits mehr als eine Person.

Nackte Erde ist des Wassers Tod
Die Mulchschicht spendet Leben. Trotz der sengenden Hitze blieb die Erde unter der Mulchschicht recht lange feucht, verhärtet ist sie nach wie vor nicht. Und das nach 6 Wochen himmlischer Glut ohne nennenswerten Regen. Das ist sehr beeindruckend zu erleben! Weiters beeindruckt die Fauna des Feldes – beim nächtlichen Schneckenklauben sind sich mondende Regenwürmer, Ohrschlürfer, Erdkröten, Frösche, Grillen und Spinnen zu beobachten. Und zwar in großer Zahl! Es hat sich ein Habitat gebildet, ein erfreulicher Mikrokosmos. Und die Nacktschnecken gaben Anlaß zur Entwicklung meditativer Gleichmut.
Die Wildpflanzen, vulgo Unkraut blieben weitgehend aus, im Vorjahr war um diese Zeit das Feld bereits wieder Wiese und die Jungpflanzen waren den „Kräutleins“ hoffnungslos unterlegen. Heuer ist ein beiläufiges Zupfen ausreichend wodurch das Kraut zeitgleich zum Mulch wird und den Kreislauf festigt. Sichtlich lebt es sich gut auf dem Feld.

Das ist der Zeitpunkt um Emilia, in entzückend spanisch / französischem Englisch, erzählen zu lassen:

Im Unterschied zu Emilias Anleitung wurde die Kartonschicht bis auf die Wege wieder entfernt. Zwar war sie zu Beginn angebracht worden, bewährt aber hat sie sich aber nicht. D.h. bewährt hat sie sich schon: Für die Nacktschnecken. Nachdem dieses Refugium entdeckt und entfernt war konnte die spanische Invasion eingedämmt werden. Ohne den Karton hat nun auch die Direktsaat erfreulich gut zu wachsen begonnen: Karotten, rote Rüben, Borretsch, Ringelblumen, Radieschen … wachsen, daß es eine Freude ist.
Das ist soweit der Status.

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